Praxis - Stufe 6
Magische Geistes-Schulung - Stufe 6 - Meditation auf den
eigenen Geist
Es ist sehr wichtig, daß du alle bisherigen Übungen restlos beherrschst, um das Gleichgewicht auch in der höheren Entwicklung einzuhalten. Eine Stufe oder Übung zu überspringen, auszulassen oder zu vernachlässigen, wäre vollkommen zwecklos, denn es würde dir schwerfallen, das eine oder andere nachzuholen. Inhalt dieser Stufe ist die Meditation auf den Geist. Das bedeutet, daß man sich ein Bild vom eigenen Geist und seiner Funktionen in Bezug auf die vier Elemente macht, außerdem die Funktionen voneinander zu unterscheiden lernt, was durch besondere Meditationen erreicht werden kann. Folgende Eigenschaften des Geistes entsprechend den vier Elementen werden unterschieden: der Wille, der dem Feuerprinzip unterliegt; Intellekt, Verstand, Gedächtnis unterliegen dem Luftprinzip; das Gefühl mit allen Aspekten steht dem Wasserprinzip zu und das Bewußtsein als Verbindung mit allen drei Elementen ist dem Erdprinzip zugeordnet. Versetze dich in Gedanken in dich selbst, meditiere über dich selbst und die Funktionen des Geistes. Du mußt dir jede dem Element entsprechende Funktion klar vorstellen können. Wenn du dir ein klares Bild von den Funktionen des Geistes machen und sie richtig unterscheiden kannst, kannst du weitergehen. Durch diese Vorübung kann der Magier bei sich und bei anderen die Funktionen mit dem betreffenden Element auf der Mentalebene beeinflussen, beherrschen, stärken oder ausschalten. Bei einer weiteren Übung vergewissert man sich, daß der Geist den Seelenkörper und den grobstofflichen Körper einnimmt, empfindet und bewegt. Dein Mentalkörper - Geist mußt du also in deinem Astralkörper - Seele fühlen, und diesen wiederum im grobstofflichen, fleischlichen Körper. Das kann man mit einer Hand vergleichen, die in einem feinen Seidenhandschuh steckt, und außerdem noch in einem weiteren, dicken Handschuh. Die Hand muß beide Handschuhe empfinden. Genauso mußt du deinen Geist im Astralkörper und mit diesem zusammen im grobstofflichen Körper fühlen. Alle Handlungen vollbringt dein Geist durch diese zwei Hüllen. Wenn du das empfindest, diese Sicherheit hast, kannst du wieder einen Schritt weitergehen. Die nächste Übung soll dich lehren, erst kleinere, später größere Handlungen bewußt zu vollbringen, wobei du versuchen mußt, die Handlungen zeitlich auszudehnen. Unter 'bewußt' versteht man in diesem Falle nicht, daß man mit Gedanken bei der Sache ist, sondern man muß sich vorstellen, daß der Geist mit Hilfe der Seele und des grobstofflichen Körpers die Handlung ausführt. Gehst du zum Beispiel auf der Straße, denkst du nich daran, daß du gehst, sondern daß dein Geist geht und die astralen und grobstofflichen Füße bewegt. Dasselbe gilt auch für die anderen Körperteile. Schaffst du es, mindestens 10 Minuten lang so eine Handlung auf diese Art zu vollbringen, ist die Übung erfüllt. Man fange mit kleineren Handlungen von kurzer Dauer an und steigere diese, bis man sich daran gewöhnt hat und sie jederzeit, solange man will ausdehnen kann. Die Übung ist wichtig, denn sie ermöglicht es dir, eine Handlung geistig wie astralisch in Verbindung mit dem grobstofflichen Körper zu vollbringen. Deshalb wird auch verständlich, warum magische Rituale bei Uneingeweihten und magisch ungeschulten Personen erfolglos sind, da diese Menschen unfähig sind, das Ritual magisch auszuführen. Sie sind also nicht vorbereitet und nicht darauf eingestellt, mentalisch und astralisch in Verbindung mit dem grobstofflichen Körper zu arbeiten. Der Mentalkörper beeinflußt nur den Geist oder die Mentalsphäre; der Astralkörper nur die Astralsphäre, also die Seele und der grobstoffliche Körper beeinflußt nur die materielle Welt. Deshalb kann zum Beispiel ein Heilmagnetiseur, der Hände auflegt und sich gleichzeitig nicht vorstellt, daß die geistige Kraft den Geist, die astrale Kraft den Astralkörper und die grobstoffliche Kraft den fleischlichen Körper des Patienten beeinflußt und durchstrahlt, nur Teilerfolge erzielen, da der Patient ja aus allen drei Bestandteilen besteht, nämlich Körper, Seele und Geist. Für den Magier jedoch sind diese Gesetze selbstverständlich und er respektiert sie. Infolgedessen muß er lernen, sich sowohl geistig als auch seelisch einzustellen. Beherrscht er diese Praktik vollkommen, kann er in seiner Entwicklung weitergehen. Bei der nächsten Übung werden die Sinne magisch geschult. Die Hauptübung findet in der 7. Stufe statt, hier sind zunächst einige Vorübungen zu absolvieren. Stell dich darauf ein, daß nicht die grobstofflichen Augen alles sehen, sondern daß der Geist mit Hilfe der astralen und grobstofflichen Augen alles wahrnimmt. Meditiere darüber so oft es geht. Du mußt es schaffen, mindestens fünf Minuten lang darauf eingestellt zu sein, daß der Geist durch die körperlichen Augen sieht. Je länger du es aushälst, um so besser. Häufiges Üben führt auch hier zum Erfolg. Hast du es mit den Augen geschafft, sind die Ohren dran. Du stellst dich darauf ein, daß nicht die körperlichen Ohren die Schallwellen aufnehmen, sondern die geistigen, die mittels astraler und physischer Ohren alles wahrnehmen. Kannst du denselben Erfolg erzielen wie bei den Augen, gehst du zum Gefühl über. Du stellst dir vor, daß dein Geist mit dem Astralkörper und dieser wiederum mit Hilfe des grobstoffliichen Körpers Kälte, Hitze, Gegenstände usw. fühlt. Auch hier mußt du fleißig üben, bis du alle drei Sinne, nämlich Sehen, Hören und Fühlen gleich gut beherrschst. Du kanst auch mit Geruch und Geschmack weiterüben, jedoch ist auf die ersten drei Sinne der größte Wert zu legen, da diese für die praktische Magie am besten gebraucht werden. Beherrscht du diese Übungen perfekt, versuchst du jetzt, zwei Sinne auf einmal auf deinen Geist einzustellen, nämlich Sehen und Hören. Schaffst du auch das fünf Minuten lang ohne Unterbrechung, stellst du nun deinen Geist auf drei Sinne auf einmal ein, nämlich Sehen, Hören und Fühlen. Diese Übungen haben für das Hellsehen, Hellhören und Hellfühlen eine große Bedeutung und müssen deshalb gut beherrscht werden. Wer es bis hierher geschafft hat, kann nun schon große Fortschritte in seiner magischen Entwicklung verzeichnen. .
Magische Seelen-Schulung - Stufe 6 - Vorbereitung zur Beherrschung
des Akashaprinzipes
Ziel dieser Stufe ist die Beherrschung des Akashaprinzips in Bezug auf die Elemente. Die Elemente sind aus Akasha entstanden und werden auch von demselben im Gleichgewicht gehalten und beherrscht. Wer durch langes Üben Erfolge bei der Beherrschung der Elemente erzielt hat, kann auch den astralen Äther, das feinste Prinzip beherrschen. Man nimmt seinen Asanasitz ein, schließt die Augen und stellt sich nun vor, daß man sich im grenzenlosen Universum befindet, in dem man der Mittelpunkt ist. Hier gibt es weder seitwärts, noch oben oder unten. Man muß sich den grenzenlosen Weltenraum mit feinsten Äther angefüllt vorstellen, der an sich farblos ist, aber den Sinnen in ultravioletter Farbe, fast schwarzviolett erscheint. Nun atmest du diesen Ätherstoff durch Lungenatmung ein und führst ihn bewußt dem Blut zu. Hast du nun einige Übung darin, machst du es genau wie mit der Lebenskraftstauung, nur daß du statt der Lebenskraft den dunkelvioletten Äther durch Lunge und Poren einatmest und damit den ganzen Körper füllst. Dabei darf man das Gefühl der Verbundenheit mit dem ganzen grenzenlosen Raum nicht verlieren. Allerdings läßt sich der Äther nicht so stauen wie die Lebenskraft, sondern der Körper kann nur mit Äther gefüllt werden. Du mußt bei diesen Übungen vollkommen weltentrückt sein und darfst auf keinen Fall einschlafen dabei. Wenn du müde bist, brich die Übung ab und mache sie lieber zu einem Zeitpunkt, wo du dich geistig frischer fühlst. Da Akasha die Ursachenwelt, die Sphäre aller Ursachen ist, muß sich eine bewußte Ursache, wie ein Wunsch, ein Gedanke oder eine Vorstellung durch die Elemente realisieren, egal auf welcher Sphäre die Verwirklichung erforderlich ist. Dies ist ein universaler Schlüssel für den Magier und eines der größten magischen Geheimnisse. Die nächste Übung besteht darin, daß du durch das Akashaprinzip über die Elemente absolute Macht gewinnst in allen drei Reichen. Du sitzt in deinem Asana und atmest durch Lungen- und Porenatmung Akasha ein und füllst damit den ganzen Körper. Denk dabei schon beim Einatmen, daß du die Macht über die Elemente weckst und bereits beherrschst und daß dir die Elemente alles erfüllen, was du befiehlst und dir wünschst, egal in welcher Sphäre die Verwirklichung deines Wunsches geschehen soll. Du mußt bei jedem Atemzug die Macht der Elemente fühlen, wobei du unerschütterlich an die Macht der Elemente glauben mußt. Nicht der gringste Zweifel darf aufkommen. Wenn du alle bisherigen Übungen durchgearbeitet hast, keine Übung vernachlässigt oder übersprungen hast, deinen Charakter ausgeglichen und veredelt hast, und so das magische Gleichgewicht in Bezug auf die Elemente gewonnen hast, dann wirst du diese Macht sehr bald erhalten. Du wirst vollste Überzeugung, festen Glauben und absolute Sicherheit in dir fühlen, die jeden Zweifel ausschließen. Hast du aber nicht gewissenhaft genug gearbeitet, werden dir verschiedene Zweifel aufkommen und das Element, das dich am meisten in Schach hält, wirst du nicht beherrschen. Deshalb mußt du auf Gewissenhaftigkeit und Ausdauer der Übungen größten Wert legen, damit im Aufstieg keine Lücken entstehen und dich zurückwerfen, denn dann wird es sehr sehr schwer, diese Lücken zu schließen und die Hindernisse zu überwinden. Wenn du dir dessen sicher bist, die Elemente zu beherrschen, wirst du merken, daß dir die Projektion der Elemente nach außen wie nach innen wie ien Kinderspiel vorkommt. Du kannst nun dazu übergehen, die Macht der Elemente in ein Ritual zu übertragen, das du dir durch Fingerstellungen oder Handbewegungen nach eigenen Ermessen erstellen kannst. (siehe Stufe 4 - Magische Körperschulung) Du wirst nun schon über so viel Intuition verfügen, daß du das dem entsprechenden Element zugrundeliegenden Ritual selbst erstellen kannst. Du versiehst es mit einer Formel oder einem Wort und verbindest es mit einem dem Element entsprechenden Ton. Niemals darfst du deine selbst zusammengestellten Rituale jemand anderem mitteilen, denn wenn ein anderer diese Rituale gebraucht, hätte er in der Elementebeherrschung denselben Erfolg, was auf Kosten deiner eigenen Kraft gehen würde. Auch würde dieser magisch Unreife großen Schaden über sich und andere bringen, wenn er die Rituale anwenden würde. Deshalb wählt man lieber solche Rituale, die man auch in großer Gesellschaft unbemerkt anwenden kann, zum Beispiel eine Fingerstellung in der Hosentasche. Vor allem mußt du versuchen, dir acht Rituale für die Astralsphäre und nochmal acht Rituale für die grobmaterielle Ebene zusammenzustellen. Je vier Rituale wählst du für das Inkraftsetzen der vier Elemente und weitere vier Elemente für das Außerkraftsetzen derselben. Wenn nach langer Übung und Wiederholen die Rituale automatisiert sind, reicht es aus, nur noch das Ritual anzuwenden, um das Element sofort in Kraft setzen zu lassen. Willst du die Wirkung aufheben, genügt es, das aufhebende Ritual anzuwenden. Durch diese Methode
kannst du ohne Vorstellung und ohne Willensanstrengung arbeiten. Es ist
dir möglich durch die Wirkung der Elemente in der astralen und grobstofflichen
Welt alles zu erreichen. Doch um diesen Reifezustand zu erreichen, mußt
du ausdauernd und fleißig üben, bis du vollkommener Meister
darin wirst. Hast du hohe Ideale und bist du bestrebt, nur Gutes zu tun
und der Menschheit zu helfen, wird dich die Göttliche Vorsehung mit
ungeahnten Fähigkeiten ausstatten, die dir zu großen Erfolgen
verhelfen.
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- Bewußte Erzeugung
von Elementalen
Eine Spezialschulung des Körpers ist nun nicht mehr notwendig. Es ist jetzt an der Zeit, die okkulten Kräfte, die du dir durch die Übungen angeeignet hast, praktisch anzuwenden. Das aber nur unter der Voraussetzung, daß du alle Übungen gewissenhaft durchgeführt hast dir alle Praktiken zur Gewohnheit geworden sind. Alle Übungen kannst du noch vertiefen, um bessere Erfolge zu erzielen. Inzwischen müßtest du so reif geworden sein, daß dir alle Praktiken der niederen Magie gelingen, vor allem dann, wenn du edle und hohe Ziele verfolgst. Bewußte Erzeugung von Elementalen Elementale sind Wesenheiten, die von einem Magier geschaffen wurden und einen gewissen Grad von Intelligenz aufweisen. Solche Elementale können als Diener des Magiers betrachtet werden und können auf der Mentalebene bestimmte Aufgaben für ihn erfüllen. Dadurch kann der Magier auf der Mentalsphäre alles erreichen, wobei er sich eine ganze Schar solcher Diener schaffen kann, je nachdem, was er bezweckt. Hier ein paar Beispiele: Durch Elementale kann der Magier die geistigen und intellektuellen Kräfte eines Menschen stärken oder schwächen, Freundschaften in Feindschaften unwandeln und umgekehrt Feindschaften in Freundschaften; er kann die Gedanken eines Menschen beliebig beeinflussen, kann im Umgang mit Menschen eine günstige Atmosphäre herstellen, kann sich selbst und andere Menschen vor fremden Einflüssen schützen, kann jeden Menschengeist, der nicht willensfest und nicht entwickelt ist, seinen Willen unterstellen und noch vieles mehr. Als wahrer Magier wirst
du aber immer nur das Gute, Edle im Auge haben, willst du noch die höheren
und höchsten Stufen der magischen Reife erklimmen. Folgende vier Grundregeln
sind unbedingt zu beachten, wenn man mit Elementalen erfolgreich arbeiten
will:
Die Praxis der Schaffung von Elementalen ist Sache der Imaginationsfähigkeit des Magiers. Anhand eines Beispieles wird die Praxis noch verständlicher: Angenommen, ein Magier will bei irgend jemand das Gedächtnis stärken. Er wird sich ein großes, universales Lichtmeer vorstellen, wo er dann aus dem Lichtstoff eine große Lichtkugel bildet, die durch Imagination immer mehr gestaut wird, bis sie 30 - 50 cm groß ist und einer strahlenden Sonne gleicht. Der Magier imprägniert nun diese Lichtkugel mit dem betreffenden Wunsch, also daß die Kugel die Kraft aufweist, die die gewünschte mentale Fähigkeit wie Gedächtnis, Rednergabe usw. bei jenem Menschen weckt oder stärkt. Danach gibt er ihr einen passenden Namen und terminiert die Zeit, in der die Kugel in der Mentalsphäre des betreffenden Menschen wirken soll, zum Beispiel: 'Du wirkst solange in der Mentalsphäre, bis der Betreffende die gewünschte Fähigkeit vollkommen besitzt und ihm dieselbe zur Gewohnheit geworden ist.' Danach befiehlt der Magier dem Elemental, nach erfüllter Aufgabe sich wieder ins Universum aufzulösen. Somit ist wie beim Menschen die Geburt und der Tod des Elementals festgesetzt. Da Elementale zeit- und raumlos sind, schickt man sie in die Mental- oder Gedankensphäre des Menschen, wobei das Absenden ganz plötzlich geschieht, als ob man zwischen sich und dem Elemental ein Band zerreißen würde. Sofort danach wendet man sich anderen Dingen zu und denkt nicht mehr an das geschaffene Elemental. Je wenige der Magier tagsüber an das Elemental denkt, um so wirksamer ist es in der Mentalsphäre des Menschen, für den es geschaffen wurde. So kann das Elemental ungehindert von den Gedanken des Magiers in der bewußten Mentalsphäre selbständig arbeiten. Will der Magier das Elemental ab und zu von neuem laden, um ihm dadurch eine stärkere Expansionskraft zu geben, was angebracht ist, wird er es mit seinem Namen aus der Mentalsphäre zurückrufen, durch erneute Lichtstauung dynamischer machen und wieder abschicken. Solche Experimente werden von Magiern oft gemacht, um Schüler zu inspirieren und zu stärken. Larven Larven bilden sich von selbst in der entsprechenden Mentalsphäre durch starke psychische Erregung, egal welcher Art. Im Gegensatz dazu wird ein Elemental von einem Magier bewußt geschaffen. Je mehr sich ein Mensch erregt, um so mehr Mentalstoff verliert er und die Larve wird dann darum um so stärker, dichter und lebensfähiger, speziell wenn sich ein und dieselbe psychische Erregung oft und regelmäßig wiederholt. Wenn der aufregenden Sache keinerlei Beachtung mehr geschenkt wird, verschwindet so eine Larve allmählich von selbst wieder. In der Mentalsphäre gibt es also ein dauerndes Gebären und Absterben von Larven, die durch unsere psychische Erregung hervorgerufen werden. Jede dieser Larven geht auf Kosten des Mentalstoffes des beteffenden Menschen. Sie kommen bei jedem Menschen vor, egal ob intelligent oder nicht, ob jung oder alt, ob magisch geschult oder ungeschult, egal ob er davon weiß oder nicht. Ursachen solcher psychischen Erregung können Haß, Sorge, Geiz, Kummer, Schreck oder Angst sein. Die angenommene Form einer solche Larve ist immer symbolisch und hängt von der Ursache der psychischen Erregung ab. Ein Liebesgedanke symbolisiert sich meistens durch ein Herz, Haß dagegen durch einen Blitz oder Pfeil. Larven sind Bewohner der Mentalsphäre, können also von normalen Menschen nicht gesehen werden. Sie sind aber dennoch existent und ein gut geschulter Magier nimmt sie auf der Mentalebene wahr. Bei leicht erregbaren und empfindlichen Personen ist das Entstehen von Larven leichter und intensiver, weil sich der Mentalstoff leichter trennt. Es liegt auf der Hand, daß sich solche Personen selbst schaden, sowohl an Gesundheit - hier vor allem an Nervenkraft, als auch geistig. Auch können sie andere, leicht beeinflußbare Personen in Mitleidenschaft ziehen. Das ist auch die Ursache jeglicher Art von Massenpsychose. Eine Larve wird um so stärker, je mehr man zur Ursache der psychischen Erregung zurückkehrt und je größere Aufmerksamkeit man ihr schenkt. Je verdichteter eine Larve ist, um so mehr Selbsterhaltungstrieb hat sie und versucht ihre Lebensdauer so weit es nur geht zu verlängern. Sie lenkt die Aufmerksamkeit des betreffenden Menschen immer wieder auf die Ursache der Erregung zurück und stachelt so dessen Geist bei jeder Gelegenheit neu an. Daraus resultieren viele Geistesstörungen wie Verfolgungswahn usw.. Viele, vor allem leicht reizbare und empfindliche Personen, die sich verfolgt fühlen, fielen dagegen ihrer eigenen Phantasie, bzw. ihrer eigenen, selbst geschaffenen Larve zum Opfer. Meist erst wenn sie ihre fleischliche Hülle verlassen haben, kommen solche Menschen darauf, daß sie ihrer eigenen Larve zum Opfer fielen. Nun wird auch klar, warum die Introspektion, die Gedankenkontrolle und Gedankenbeherrschung am Anfang des praktischen Teiles so wichtig sind. Wenn ein Magier während seiner Ausbildung die Gedanken nicht unter seinen Willen bekäme, könnte er sich unbewußt Larven schaffen, die ihm dann irgendwann zum Verhängnis werden würden. Schemen Eine weitere Gruppe von Wesenheiten der Mentalsphäre sind Schemen. Ein Schemen wird genau wie eine Larve durch wiederholtes Heraufbeschwören eines Bildes verstärkt, belebt und verdichtet und mitunter sogar so stark gemacht, daß es sich bis in die grobstoffliche Ebene auswirkt. Der Unterschied zu einer Larve ist aber, daß die Larve infolge psychischer Erregung ganz unbewußt eine Form in der Mentalsphäre annimmt, je nach Motiv, wobei ein Schemen bewußt eine bestimmte Form erhält, die der Phantasie des Menschen entspringt. Ein gutes Beispiel dafür ist der magische Verfolgungswahn: Manche Menschen haben von Geburt an dämonische Gesichtszüge oder einen finsteren Blick und sehen vielleicht vom Äußeren her so aus wie ein Schwarzmagier, ohne wirklich einer zu sein. Eine leicht zu beeinflussende, eingebildete Person, die mit so einem Typ Mensch irgendwie zutun hat, empfindet zu diesem dann starke Antipathie. Wenn dieser Typ Mensch dann noch ein merkwürdiges Gebaren an den Tag legt, wird jene Person nichts Gutes denken und annnehmen, daß sie es mit einem Schwarzmagier zutun hat. Der erste Schritt der Selbstbeeinflussung ist getan. Nun werden alltägliche Unannehmlichkeiten, die immer mal wieder passieren, diesem Typ in die Schuhe geschoben, ohne daß den wahren Ursachen richtig nachgegangen wird. Die gegenseitige Aufmerksamkeit nimmt zu und man beobachtet sich. Das Bild des Typus-Menschen wird immer deutlicher, die Augen funkeln und er erscheint im Traum; sein Bild wird immer lebhafter taucht auch tagsüber auf und man fühlt sich dauernd verfolgt. Die Person redet sich die schlechtesten Sachen ein und sieht andauernd das Bild vor Augen. Sie sucht nach Hilfe, betet, unternimmt alles mögliche, um den Einfluß loszuwerden. Sie bekommt einen Nervenzusammenbruch, wird vielleicht geistesgestört, begeht schließlich Selbstmord oder landet in einer Nervenheilanstalt. Der Schemen hat seine Aufgabe erfüllt. Schwer enttäuscht ist so ein Geist aber, wenn er auf der Mentalsphäre feststellen muß, daß er magischen Selbstmord begangen hat. Der Typus Mensch war nur das Mittel zum Zweck; er selbst hat von alldem, was sich zugetragen hat, keine Ahnung. Dabei waren sein Gesicht und sein Gebaren nur die Form, die Schablone des Schemens, die sich unsere Person selbst geschaffen hat, und dem es zum Opfer fiel. Bei dem einen kommen solche Beispiele schneller, drastischer, bei dem anderen langsamer, schleichender vor. Für einen wahren Magier, der mit einem so verfolgten Wesen zusammenkommt, und der das Spiel des Schemens durchschaut, ist es schwer, das Opfer zu überzeugen, denn dieses glaubt die Wahrheit auf keinen Fall. Wenn das Opfer vollkommen im Banne so eines Schemens ist, muß der Magier sehr energisch, eventuell drastisch eingreifen, um die Sache wieder ins Lot zu bringen. Ein zweites Beispiel ist ein Eros-Schemen. Dieser kann entstehen durch einen Körper einer Person, oder auch nur durch ein Bild, Akt, pornographische Zeichnung oder etwas ähnliches, was den Geschlechtstrieb reizt. Es spielt keine Rolle, ob es ein männliches oder weibliches Wesen ist. Wenn die verliebte Person keine Möglichkeit hat, ihr Verlangen zu befriedigen, wird so ein Schemen um so stärker und durchdringender, da er sich nur von Sehnsuchtsgedanken nährt. Anfangs durchlebt die betreffende Person im Traum die schönsten Liebesgefühle. Später reizt der Schemen die Geschlechtslust und läßt im Traum den Geschlechtakt ausführen. Durch die entstandenen Pollutionen wird der Schemen immer dichter und wirkt immer mehr auf das Opfer ein, da das Sperma konzentrierte Lebenskraft ist, die der Schemen wie ein Vampir aufsaugt. Der grobstoffliche Samen ist dabei nicht gemeint, sondern nur die im Samen gestaute animalische Lebenskraft. Der Schemen gewinnt allmählich die Oberhand, das Opfer verliert immer mehr den Boden unter den Füßen. Der Mensch verliert seine Willenskraft, wird verwirrt, hört allmählich auf zu essen, seine Nerven sind überreizt usw.. Der Schemen verleitet sein Opfer zu Onanie und anderen geschlechtlichen Aussweifungen. Durch unbefriedigte Leidenschaft kann sich so ein Liebes-Schemen derart verdichten, daß er direkte körperliche Formen annimmt. Schon tausende Menschen sind aus unglücklicher Liebe durch Selbstmord solchen Schemen zum Opfer gefallen. Die Inkuben und Sukkuben des Mittelalters und die damit verbundenen Hexenprozesse erinnern daran. Der Magier kann die Wirkungsweise der Schemen anhand dieser zwei Beispiele sehen und kann diese sogar selbst bilden, allerdings droht dann die Gefahr, selbst von ihnen beherrscht zu werden. Er wird sich deshalb nicht dazu verleiten lassen, diese Praktiken selbst vorzunehmen und hält sich an die magischen Worte, die da lauten: 'Liebe ist das Gesetz, jedoch Liebe unter Willen!' Phantome Phantome sind Bilder, belebte Vorstellungsformen von Verstorbenen, die von Lebenden erzeugt werden. Das geschieht dadurch, daß durch Vorstellungen und Erinnerungen an den Toten, zum Beispiel durch Verehrung, Trauer usw. imaginäre Bilderformen der Toten geschaffen und belebt werden. Es sind meistens die Phantome, die Spiritisten und Geisterbeschwörern erscheinen. Auch Spukgeister sind Phantome, die sich durch die Aufmerksamkeit der Hinterbliebenen nähren, verdichten und erhalten. Oft kommt es vor, daß Phantome von spiritistischen Medien für wahre Verstorbene gehalten werden. Auf diesem Gebiet ist schon sehr viel Unfug und Selbstbetrug begangen worden, weshalb dort auch die meisten Feinde und Spötter zu finden sind. So ein Phantom hat einen enormen Selbsterhaltungstrieb und kann zu einem Vampir des Mediums oder des ganzen Zirkels heranwachsen. Ein Magier, der die vierte Dimension, das Akashaprinzip beherrscht, ist natürlich imstande, eine Verbindung mit einem Verstorbenen oder einem unverkörperten Wesen anzuknüpfen. Er ist auch fähig, durch Imagination eine Form zu schaffen, diese in die vierte Dimension zu versetzen und das gewünschte Wesen zu bitten oder zu zwingen, in die Form einzugehen und sich nach außen hin zu manifestieren. Diese Praxis hat mit dem allgemein bekannten Spritismus nichts zutun und gehört in das Gebiet der Beschwörungsmagie oder Nekromantie. .
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